Katze Hautpilz: Symptome, Behandlung und Prävention

In diesem Beitrag erfährst du alles rund um das Thema Katze Hautpilz.

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung: Katze Hautpilz

  • Hautpilz bei Katzen ist sehr ansteckend auch für Menschen
  • wird häufig mit starkem Juckreiz und Haarausfall begleitet, auch Hautentzündungen
    können entstehen
  • Gang zum Tierarzt und strenge Hygiene bedeutend, um Hautpilz bei Katzen schnell und
    erfolgreich zu behandeln
  • Insgesamt gute Prognose bei erfolgreicher Behandlung, wobei Neuinfektion ohne Impfung
    möglich ist

Hautpilz bei Katzen ist unangenehm und zudem birgt ein großes Ansteckungsrisiko für andere im Haushalt lebende Tiere und sogar den Katzenbesitzer selbst. Daher sind rasche Maßnahmen zur Bekämpfung dieser Erkrankung sinnvoll und wichtig. Strenge Hygienemaßnahmen verringern das Risiko der Ausbreitung und Ansteckung und geeignete Methoden zur Behandlung lindern den quälenden Juckreiz der Katze und reduzieren die Gefahr von Komplikationen, wie beispielsweise Hautentzündungen.

Wie sieht ein Hautpilz bei Katzen aus?

Ein Hautpilz bei Katzen zeigt sich symptomatisch in Form einer sogenannten Alopezie. Dies ist der Fachbegriff für einen fleckförmigen oder kreisrunden Haarausfall. Vorwiegend ist das Gesicht des Tieres, zumeist der Bereich der Ohren, betroffen.

Häufig sind aber auch die vorderen Gliedmaßen betroffen. Infizierte Tiere leiden zumeist auch unter trockener und nässender Haut. Desweiteren sind auch Entzündungen der Krallen, der Haarfollikel und des Unterhaut-Fettgewebes nicht selten.

Sind also kahle Stellen an der Katze sichtbar und das Tier hat einen starken Kratzdrang, so könnte es sich um einen Hautpilzbefall des Stubentigers handeln. Ein einmaliger Kontakt mit einem befallenem Tier genügt, um Katzenpilz auslösen zu können.

Grundsätzlich ist ein Befall von Wohnungskatzen mit Hautpilz nicht ungewöhnlich. Wer bislang dachte, dass nur Freigänger-Katzen betroffen seien, liegt nicht ganz richtig.

Wie erkenne ich eine Pilzerkrankung der Haut bei meiner Katze?

Neben den äußerlich sichtbaren Hauterscheinungen, wie fleckförmiger Haarausfall, fällt dem Besitzer das häufige Kratzen der Katze an den betroffenen Hautarealen auf. Der Juckreiz bei Hautpilzbefall ist quälend. Durch das ständige Kratzen wirkt die Katze zudem gestresst und ruhelos. Auch kann insgesamt die Abwehr des Tieres geschwächt sein. Dies sind jedoch nur Indizien für einen Katzenpilz.

Die Feststellung eines Befalls kann allerdings nur durch einen Abstrich der Haut erfolgen. Zur Diagnosesicherung wird der Veterinärmediziner diesen Hautabstrich durchführen und somit Pilzsporen unter dem Mikroskop nachweisen, um geeignete Behandlungsmaßnahmen einleiten zu können.

Außerdem werden dir sämtliche Fragen zum Thema Hautpilz bei Katzen beantwortet.

Was tun bei einem Hautpilz bei Katzen?

Steht ein Verdacht auf einen Hautpilzbefall im Raum, sind strenge Hygienemaßnahmen zum Schutz der Ausbreitung und der Ansteckung von hoher Bedeutung. Um weitere Komplikationen, wie Entzündungen der Katze, zu vermeiden, ist rasches Handeln wichtig.

Die strengen Hygienemaßnahmen umfassen die Desinfektion der Umgebung der Katze. Bedeutend ist auch das Desinfizieren sämtlicher Gegenstände, wie Fressnapf, Katzentoilette oder Katzenspielzeuge. Sinnvoll ist zudem das Abisolieren der befallenen Katze von gesunden Tieren.

Darüberhinaus ist ein Verzicht auf enges Kuscheln in der Behandlungszeit ratsam. Wenn möglich, sollte die Katze nur mit Handschuhen angefasst werden, solange der Pilzbefall vorliegt. Mithilfe von Antimyotika wird der Hautpilz über mehrere Wochen behandelt. Die Behandlung erfolgt mittels Salben und Tabletten, die bestenfalls vom Tierarzt angeordnet werden.

Die Konsultation eines Tierarztes ist beim Verdacht einer Erkrankung der Katze immer sinnvoll und sichert Katzenbesitzer ab, um zügig zielgerichtete Therapieerfolge zu gewährleisten und weitere potentielle Komplikationen zu vermeiden.

Eine Hautpilzerkrankung bei Katzen kann sich über mehrere Wochen erstrecken. Je schneller eine geeignete Behandlungsmaßnahme erfolgt, umso besser stehen die Chancen, den Hautpilz schnell wieder loszuwerden. Ein Therapieerfolg zeigt sich in der Regel nach mehreren Wochen mithilfe von Antimykotika-Behandlung und konsequenter Hygiene.

Erst, wenn der Tierarzt keine Pilzsporen mehr nachweisen kann, gilt die Behandlung des Katzenpilzes als erfolgreich abgeschlossen.

Was muss ich tun, wenn noch weitere Katzen im Haushalt leben und ein Tier Hautpilz hat?

Bereits beim Verdacht auf Hautpilz eines Tieres sollte das im Verdacht stehende Tier von den als gesund vermuteten weiteren Tieren im Haushalt separiert werden. Bestenfalls erfolgt eine schnelle Behandlung des infizierten Tieres. Insofern sich auch an den gesund vermuteten Tieren Symptome zeigen, ist auch hier eine Behandlung – bestenfalls tierärztlich begleitet- notwendig.

Ein einmaliger Kontakt mit einem infiziertem Tier kann bereits ausreichen, um Hautpilz auszulösen. Einige Tiere zeigen zwar keine Symptome, jedoch kann ein geschwächtes oder gestresstes Tier ebenfalls erkranken. Die konsequente Einhaltung von Hygieneregeln erweist sich insgesamt als notwendig.

Alle Gegenstände, mit denen das befallene Tier in Berührung kam oder während der Behandlungszeit Kontakt hat, sollten desinfiziert werden. Enger Körperkontakt mit dem infiziertem Tier ist zu vermeiden.

Ob Katzenpilz für Menschen ansteckend ist, wird in diesem Beitrag behandelt.

Ist Katzenpilz ansteckend für Menschen?

Hier gibt es eine klare und eindeutige Antwort: Katzenpilz ist auch auf den Menschen übertragbar. Aufgrund des Ansteckungsrisikos für weitere Tiere oder den Menschen, sowie der Gefahr von resultierenden Komplikationen, ist ein Hautpilzbefall der Katze durchaus eine gewisse Gefährlichkeit.

Es kann also sein, dass der Katzenhalter selbst behandelt werden muss, da er sich bei seiner Katze angesteckt hat. Die Behandlung des Katzenhalters erfolgt jedoch dann durch einen Facharzt für Hautmedizin und nicht durch einen Tierarzt.

Aufgrund des Ansteckungsrisikos sollte beim Verdacht auf Katzenpilz enges Kuscheln vermieden werden. Tierärzte raten sogar dazu, die Katze nur mit Handschuhen zu berühren. Desweiteren sollten alle Gegenstände der Katze regelmässig desinfiziert werden, bis der Therapieerfolg vom Veterinärmediziner bestätigt wurde. Katzenpilz ist für andere Artgenossen und weitere Tiere ebenfalls ansteckend.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen gegen Katzenpilz?

Nicht nur abwehrgeschwächte Tiere können an Hautpilz erkranken. Daher empfiehlt sich prophylaktisch die Einhaltung von grundsätzlichen Hygienemaßnahmen. Vor der Aufnahme einer neuen Katze im Haushalt, sollte das Tier zunächst von anderen Tieren separiert werden.

Zur schnellen Erkennung von Grunderkrankungen ist die regelmässige tierärztliche Vorstellung bedeutend. Beachtenswert ist auch die Ernährung der Katze. Diese sollte gesund, artgerecht un ausgewogen sein. Eine Impfung gegen Katzenpilz kann, in Absprache mit dem Tierarzt, ebenfalls hilfreich sein.

Fazit: Katze Hautpilz

Ein Hautpilzbefall ist lästig und birgt ein Ansteckungsrisiko für andere Tiere und sogar den Menschen. Effektive und schnell eingeleitete Behandlungsmethoden reduzieren die Gefahr von weiteren Folgekomplikationen. Mithilfe konsequenter Hygiene und tierärztlichem Behandlungskonzept ist die Prognose jedoch gut. Vorbeugend könnte eine Impfung gegen Katzenpilz hilfreich sein.

Häufig gestellte Fragen.

Häufig gestellte Fragen: Hautpilz bei Katzen

Gibt es Risikofaktoren, die die Entstehung von Hautpilz der Katze begünstigen?

Die Aufnahme einer neuen Katze in den Haushalt kann ein Risiko zur Ansteckung für den Katzenhalter und mögliche weitere Tiere darstellen. Besonders anfällig sind abwehrgeschwächte Tiere oder Personen, alte, kranke und sehr junge Katzen. Auch ungünstige Haltungsbedingungen können Stress beim Stubentiger auslösen und somit sein Immunsystem schwächen.

Gibt es Tricks, wie ich der Katze die Tabletten gegen Hautpilz verabreichen kann?

Einer Katze Tabletten gegen Hautpilz zu verabreichen, kann zur Herausforderung werden. Es kann sich daher als hilfreich und effizient erweisen, die Tablette zu zerkleinern und dann im Futter oder einer Paste zu verstecken. Auch das Verstecken der Tablette in einem Leckerli kann zielführend sein, wenn es nicht möglich ist, die Tablette direkt ins Maul zu geben und die Katze diese schluckt.

Ich als Katzenbesitzer habe eine Hautpilzerkrankung – Kann sich meine Katze bei mir anstecken?

Ein Hautpilzbefall des Katzenbesitzers kann zur Ausprägung eines Befalls der Katze führen, genauso wie ein infiziertes Tier ein Ansteckungsrisiko für Menschen darstellt. Wenn ein Katzenbesitzer unter Hautpilz leidet, sollte er sich umgehend behandeln lassen und sich gründlich die Hände waschen und desinfizieren, bevor er das Tier berührt. Ist der Befall an den Händen selbst, empfehlen sich Handschuhe.

Gibt es eine Impfung gegen Hautpilz für Katzen?

Es gibt die Möglichkeit eine Katze gegen Hautpilz impfen zu lassen. Als Katzenbesitzer ist dazu der Gang zum Tierarzt notwendig. Der Tierarzt berät den Katzenhalter und führt diese Maßnahme auf Wunsch durch, insofern dies medizinisch sinnvoll erscheint. Der Impfschutz ist etwa fünf Wochen nach der Impfung ausgebildet und hält circa neun Monate an.